Viele Kinder mit Legasthenie kämpfen nicht nur in Deutsch, sondern auch in Englisch. Trotz stundenlangem Üben bleiben Erfolge oft aus.
Warum das so ist und welche Unterstützung wirklich hilft, zeigt die Geschichte von Moritz und Monika.
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Das Englisch Drama
Monika sieht auf das Blatt Papier in ihrer Hand und versucht sich die Enttäuschung nicht anmerken zu lassen. „Doar“ steht dort, durchgestrichen mit einem Rotstift und daneben „door“, mit demselben Stift. Der Rotstift wütet weiter. Aus „wok“ wird „walk“, aus „nihgt“ wird „night“, aus „kee“ wird „key“ und das Drama endet mit der Aufforderung: „Lernwörter üben!“, natürlich mit dem erbarmungslosen Rotstift geschrieben.
Monika versucht ein tapferes Lächeln in die Richtung von Moritz, dem gar nicht zum Lachen zumute ist. Wie ein Häufchen Elend sitzt er vor Monika und sagt mit leiser Stimme: „Aber ich habe doch geübt.“ Und das stimmt auch. Moritz hat die Lernwörter in der Nachhilfe geübt und gestern Abend hat sie sie mit Moritz nochmals wiederholt. Sicher, er konnte sie nicht fehlerlos, aber dieses Rotstift Massaker ist eine Klasse für sich.
„Beim nächsten Mal wird es besser“, versucht sie Moritz aufzumuntern, aber ganz so überzeugt ist sie selbst nicht davon.
Warum klappt das nicht mit den Vokabeln?
Dabei hat es so gut begonnen. Moritz ist in der ersten Klasse NMS und hat die Umstellung von der Grundschule gut gemeistert. Seine Mutter Monika hat den Deutschlehrer von seiner Lese-Rechtschreibschwäche informiert und auch bekannt gegeben, dass er deswegen seit ca. 1 ½ Jahren ein Lerntraining besucht.
Die Zusammenarbeit mit dem Deutschlehrer funktioniert gut und Moritz hat die erste Deutschschularbeit sogar auf eine 3 geschrieben. Auch die neuen Fächer gefallen ihm gut und er war schon sehr gespannt darauf. Auf Englisch hat er sich besonders gefreut, aber die Anfangsfreude hat recht bald in Ernüchterung umgeschlagen. Dabei findet Moritz seine Lehrerin nett und die Englischstunden gefallen ihm auch. Aber die korrekte Schreibweise der Englischvokabeln wollen einfach nicht in seinen Kopf. Mündlich kann er sich die Vokabel recht gut merken, und er versteht auch gesprochenes Englisch gut. Aber schriftlich will es einfach nicht klappen. Moritz schreibt ein und dasselbe Wort immer wieder unterschiedlich. Selbst wenn er es einmal richtig schreibt, ist es beim nächsten Mal oft wieder falsch.
Seit zwei Monaten bekommt Moritz daher zusätzlich Englisch Nachhilfe, trotzdem passieren solche enttäuschenden Situationen immer wieder.
Warum bringt die Nachhilfe nichts?
So wie Moritz geht es leider vielen Kindern, die eine Legasthenie, eine Lese-Rechtschreibschwäche, eine auditive Wahrnehmungsstörung oder eine andere Teilleistungsschwäche haben.
Beim Erlernen der Fremdsprache Englisch treten die gleichen Schwierigkeiten auf wie in Deutsch. Leider wird die Ursache dieser Schwierigkeiten nicht oder erst sehr spät erkannt.
Gerade in der 1. Klasse NMS oder AHS prasselt viel Neues auf die Kinder ein. Deshalb werden Probleme beim Englischlernen oft erst spät erkannt. Lehrer sehen sie oft als Folge von „zu wenig Lernen“ oder als bloße Anfangsschwierigkeiten. Die Kinder werden zunehmend frustriert und verzweifelt, weil das Lernen und Üben keine Erfolge bringen.

Der erste Weg ist dann oft in die Nachhilfe. Anfangs zeigt sich auch eine Verbesserung, diese ist aber leider nur oberflächlich. Die Grundproblematik bleibt bestehen.
Individuelle Förderung macht den Unterschied!
Wie im Deutschen muss auch beim Englischlernen an den Ursachen der Schwierigkeiten angesetzt werden. Diese werden durch eine umfassende Förderdiagnostik ermittelt. Im wöchentlichen Englisch Lerntraining erfolgt die Umsetzung des individuell angepassten Trainingsplans.
Wie im Deutschen muss auch beim Englischlernen an den Ursachen der Schwierigkeiten angesetzt werden. Diese werden durch eine umfassende Förderdiagnostik ermittelt. Im wöchentlichen Englisch Lerntraining erfolgt die Umsetzung des individuell angepassten Trainingsplans.
Je besser die Zusammenarbeit zwischen Lerntraining, Schule und Eltern, umso schneller und nachhaltiger zeigen sich die Erfolge.
So macht Englisch wieder Spaß!
Moritz besucht nun seit einem halben Jahr das Englisch Lerntraining und ist stolz auf seine Fortschritte. Am besten gefallen ihm die Übungen, bei denen er selbst mitgestalten kann.
Das Lerntraining ist kurzweilig und abwechslungsreich, wenn das Wetter schön ist, gehen sie auch in den Garten. Moritz gefällt es, dass seine Lerntrainerin mit ihm so übt, wie er es gerade braucht. Manchmal ist es Bewegung, ein anderes Mal wieder Entspannung.
So hat Moritz auch gelernt, dass er sich sein Lernen selbst gestalten kann. Er hat bald gemerkt, dass es so viel mehr Sinn macht und effektiver ist. Auch Monika hat durch Moritz‘ Lerntrainerin viel gelernt. Sie hat ihr erklärt, womit genau Moritz Schwierigkeiten hat und wie sie ihn zu Hause unterstützen kann – nicht nur beim Englisch lernen.
Monika ist erleichtert, dass Moritz endlich die Unterstützung bekommt, die er braucht und Moritz? Moritz findet Englisch voll cool, denn er weiß: Er kann Englisch lernen – wenn auf die richtige Weise mit ihm gearbeitet wird. Und genau das hat den Unterschied gemacht.
Je früher Schwierigkeiten erkannt werden, desto besser kann Kindern geholfen werden.
Eine individuelle Förderung hilft Kindern nicht nur beim Lernen, sondern stärkt auch ihr Selbstvertrauen.